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Nicht verrückt WERDEN wegen dem, was da gerade abgeht.
Sondern: Verrückt SEIN, weil Du dich dazu entschieden hast.

Anders ausgedrückt:

Du hast kein Recht auf Normalität.
Du hast das Recht (und die Fähigkeit) an Veränderungen zu wachsen, kreativ zu sein, kraftvoll zu sein und vielleicht sogar die Zukunft zu gestalten.
Aber nicht, wenn du nach hinten schaust.

Axel Kellerbauer 2020

Was dich verrückt macht ist die Sehnsucht nach der Normalität.

Fair enough -wirst du sagen. Die wird gerade konstant geschürt. Richtig. Die Hoffnung, dass wir bald zur Normalität zurückkehren werden steht in Krisen hinter jeder Handlung und hinter jeder Nachricht.

Das funktioniert deswegen, weil in Krisen alles gegen die Vergangenheit gemessen wird. Genauer: gegen das “was” funktioniert hat oder “wie” es mal funktioniert hat.

Die Vergangenheit wird zur Norm erklärt.

Und niemand protestiert. Wenn du dem blind folgst, dann wirst du -so wie alle anderen auch- in jedem Aspekt deines Lebens auf das Defizit zwischen dem was ist und dem was war, stoßen.

Das ist die Lücke, die ein Spielfeld für den Helden oder die Heldin schafft, die uns kollektiv (eines Tages) zur Normalität zurückführen wird oder die alte Ordnung wieder herstellen wird.

Aber nicht für dich. Wenn dein Bewusstsein auf das, was nicht ist, fokussierst, verlierst du nur das Gleichgewicht und schaffst den Nährboden für konstante Beschwerde und Frustration.

Wenn nicht klar ist, wie lange dieser Zustand noch andauern wird und ob es jemals wieder die alte Normalität geben wird, kommt Angst mit ins Spiel oder “monkey mind” – der Teil deines Bewusstseins, der in ständiger Furcht vor einer ungewissen Zukunft lebt und daraus ein Psychodrama macht.

Ganz egal wie viel Klopapier du gebunkert hast.
Dann ist der Seelenfrieden endgültig dahin.

Stop it!

Hör’ auf in der Vergangenheit zu leben.
An etwas fest zu halten, das nicht mehr ist.
Einen Kontext von Mangel zu schaffen.
Dich zum Opfer zu machen.

Schaffe einen Raum für die Möglichkeiten die in jeder Krise mitkommen.

Spiele damit.
Erforsche das Feld.

Und vergiss nicht:

Verrückte Zeiten sind immer eine Einladung ver-rückt zu sein.

Also sei großartig, maßlos, wunder-voll.

Be silly.

Auch ohne Job / Jobs (Steve)
Du kannst das.

Und falls du’s vergessen haben solltest:
Normativ zu sein deprimiert eh nur.

Für Andrea.