Monkey Mind – Die loyale Opposition und die Kunst des Hirnens

Monkey Mind ist ein buddhistischer Terminus der den Aspekt des Geistes – mind – beschreibt, der immerzu zu uns schnattert, während er sich von Zweifel zu Sorgen und wieder zurück schwingt… eben wie die Affen … In etwas abgeschwächter Form auch die Kunst des Hirnens.

Maria Nemeth, der die Beschreibung über monkey mind und die folgenden Charakterisierungen entnommen sind beschäftigt sich nicht nur sehr lange mit diesem Phäneomen, sondern bringt es auch gekonnt auf den Punkt. Hier in Kürze ein Auszug. Die Literaturempfehlung, die zugleich die Quellenangabe ist, folgt am Ende des Beitrags.

Monkey Mind fürchtete ständig nur eines: nicht zu Überleben.
Er hat keinerlei Gefühl für Proportionen: Alles ist GROSS. Alles ist eine Bedrohung.


Monkey Mind gibt es seit Ewigkeiten und er hat wahrscheinlich auch mal eine echte Funktion gehabt, als es noch darum ging Überleben zu sichern. Er triggert den FIGHT, FLIGHT or FREEZE Impuls – als Antwort auf echte Gefahr.
Physiologisch: die Amygdala.

Um Monkey Mind zu identifizieren braucht es vor allem die Fähigkeit nicht wertend wahrzunehmen.

Im Allgemeinen hat Monkey Mind meist eine oder mehrere der folgenden Qualitäten:

  • er ist insistierend – “Ich will dass du mir JETZT deine Aufmerksamkeit schenkst!!”
  • er ist SURVIVAL orientiert – es geht um Alles oder Nichts
  • er kontrahiert – der Körper spannt an, Muskeln kontrahieren
  • er geht einher mit einem Gefühl von Entsetzen und Untergang
  • er ist im Opfer, ständig verteidigungsbereit
  • er erlebt Kritik und Feedback als Anschuldigung
  • er ist humorlos, es sei denn, wenn es darum geht Humor zur Deflektion einzusetzten – also blöde Witze zu machen, die von dem eigentlichen Problem ablenken oder es herunterspielen sollen.

 

aus: Mastering Life’s Energies: Simple Steps to a Luminous Life at Work and Play

Maria Nemeth – mastering life’s energies