Wenn du jetzt verstanden hast was ich gesagt habe, hast gerade du nichts gelernt.

Don Juan Matus nach Carlos Castaneda

Alles Wissen kommt aus der Vergangenheit. Und ist genauer gesagt jener Ausschnitt  der Wirklichkeit, den wahrzunehmen wir gewählt haben um zu überleben. Stellt sich die Frage, ob dies in Krisen- oder Change-Situationen die angemessene Methode ist? Und wie die Alternative dazu aussieht.

Überleben ist nicht immer die ideale Intention, wenn es um Wachstum und Expansion oder Innovation geht. Ich vermute, dass Systeme, Organisationen und Menschen-ähnlich wie Zellen auch – zwischen Wachstums und Schutzphasen wechseln. Um Schutz und Regeneration geht es an anderer Stelle. Hier interessiert mich die Wachstumsphase, also das, was uns voranbringt.

Und wenn wir vor 20 Jahren noch postulieren konnten – was ebenfalls revolutionär war- dass es eben nicht darum geht in endlosen Verfeinerungen Prozesse so lange zu reengineeren, bis das (meist eh nur temporäre)  Optimum erreicht ist. Jene letzten 20% , die nochmal 80% der Ressourcen verbrauchen- ; sondern herauszufinden, was Möglich ist, indem ich das unmögliche oder auch scheinbar unsinnige tue oder im Unternehmenskontext: zulasse. Das ist heute wieder radikaler formulierbar und vorab bemerkt auch machbar: Otto Scharmer hat in seiner mutigen Arbeit Presencing erforscht, wie man sich in Teams von dem Wissen, das aus der Vergangenheit kommt lösen kann und den Raum schaffen kann, in dem das, was sich zeigen will wirklich auftauchen kann. Ein sehr schöner Gedanke, der echte Parallele zu Husserls Methode der Epochè hat und den wir noch eine zusätzliche sehr wirksame Komponente mitgegeben haben durch die integrale Arbeit, speziell die Einbeziehung des Körpers, der gerade bei diesen oft unter oder unbewussten Prozessen eine große Hilfe sein kann.

Unsere integral U-Process Workshops dauern 1-2 Tage und können auch in festgefahrenen oder scheinbar auswegslosen Situationen verblüffende Ergebnisse haben. Maximal 15 Teilnehmer.